KLU-Doktorandin Dounia Chlyeh erhält Übersee-Club-Stipendium
Dounia Chlyeh wurde mit einem Stipendium des Übersee-Clubs Hamburg ausgezeichnet. Die Förderung unterstützt ihren Forschungsaufenthalt an der University of Oxford. Bei der Verleihung im Hamburger Rathaus waren prominente Gäste angekündigt – dennoch gab es ein Überraschungsmoment.

Dounia Chlyeh erinnert sich: „In diesem Jahr zu den Stipendiat:innen des Übersee-Clubs zu gehören, war bereits eine Ehre. Aber es zu wissen und es zu erleben, sind zwei verschiedene Dinge. Als mein Name aufgerufen wurde und ich auf die Bühne ging, fühlte sich der Applaus anders an, als ich erwartet hatte.“
Der Übersee-Club vergibt Ausbildungs-, Fortbildungs- und Forschungsstipendien an junge Akademiker:innen und Wissenschaftler:innen, die für ihre weitere Qualifikation oder wissenschaftliche Arbeit ins Ausland gehen. In der Regel stellt der Club dafür alle zwei Jahre eine Gesamtsumme von 30.000 Euro bereit; bis zu sieben Stipendien können vergeben werden. Die Förderung dient meist dazu, einen Auslandsaufenthalt von etwa drei Monaten ganz oder teilweise zu finanzieren. Das Stipendium würdigt Forschung in einer Phase, in der Ergebnisse noch entstehen.
„Es fühlte sich an, als würde der Raum auf etwas setzen, das noch nicht abgeschlossen ist – und genau das war es“, sagt Chlyeh. „Das Stipendium geht an junge Wissenschaftler:innen, bevor die Arbeit abgeschlossen ist, bevor die Ergebnisse vorliegen. Dieses frühe Vertrauen hat ein ganz eigenes Gewicht.“
Weiter berichtet sie: „Was mich ebenfalls beeindruckt hat: Der Austausch blieb nicht rein zeremoniell. Bundeskanzler Merz ging herum und fragte jede:n Stipendiat:in nach der jeweiligen Forschung und danach, wohin der Forschungsaufenthalt führen würde. unabhängig davon, was man politisch denkt: Dieser Moment der Neugier in diesem Rahmen war etwas, womit ich nicht gerechnet hatte.
Am Abend kamen die Stipendiat:innen im Hotel Atlantic mit Mitgliedern des Übersee-Clubs ins Gespräch.
Die Gespräche am Tisch bewegten sich ganz selbstverständlich zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Das erinnerte mich an etwas, das man im Alltag einer Promotion leicht vergisst: Die Forschung, die wir machen, existiert in einer größeren Welt. Und diese Welt hört tatsächlich zu.“
Mit Blick auf ihren Forschungsaufenthalt in Oxford nimmt Chlyeh aus dem Tag auch einen Anstoß für ihre weitere wissenschaftliche Arbeit mit: „Dieses Stipendium unterstützt meinen Forschungsaufenthalt in Oxford. Aber was ich von diesem Tag mitgenommen habe, geht weit über die finanzielle Förderung hinaus. Es ist eine Erinnerung daran, warum gute Forschung wichtig ist – und ein Gefühl der Verantwortung, diese Forschung weiterhin in Räume wie diesen zu tragen.“
KLU Stipendien
An der KLU spielt Förderung eine wichtige Rolle. Die Business School informiert Studierende über verschiedene Möglichkeiten der Studienfinanzierung und akademischen Unterstützung – darunter leistungs- und bedarfsbasierte Stipendien, Sport Scholarships, das Deutschlandstipendium, STIBET-Stipendien für internationale Studierende sowie externe Förderprogramme.








