Alexander Himme neuer Studiendekan an der KLU
Anfang September begrüßte die KLU ihre neuen Studierenden. In diesem Jahr erstmals mit Prof. Alexander Himme als Studiendekan, der die Nachfolge von Prof. Christian Barrot auf dieser Position antritt. Im Interview verrät er, wie er selbst seine neue Rolle sieht und was für ihn gute Lehre und Lehrer*innen ausmacht. Individuelle Betreuung, KI im Unterricht und Top-Akkreditierungen wie die AACSB sind dabei nur einige wichtige Schlagworte.

Wie war deine erste Welcome Week als Studiendekan für dich?
Alexander Himme: Als Dekan ist man schon viel mehr im Spotlight (lacht). Da es für mich und die Erstsemester gewissermaßen ‚zum ersten Mal‘ war, habe ich mich auf jeden Fall besonders mit ihnen verbunden gefühlt.
Wie würdest du deine Rolle als Studiendekan für unsere Erstsemester erklären?
Alexander Himme: Ich mache mir mit dem Team hier Gedanken darüber, wie unsere Lehre und die Inhalte gestaltet sein müssen, damit es perfekt zu unseren Studierenden passt. Wie sieht ihre Lebenserfahrung aus? Welche Medien spielen für sie eine Rolle? Welche Skills wollen sie für die Zukunft haben? Einige Inhalte, zum Beispiel im Accounting, bleiben natürlich über viele Jahre gleich. Aber wie wir diese Inhalte erklären, darüber mache ich mir viele Gedanken. Zum Beispiel das Thema Generative KI – wie nutzen wir das? Wie bewerten wir den Umgang damit? Ich teste das jetzt einfach mal; in meinem Seminar gibt es dieses Jahr einen Avatar als Tutor, der mit all meinen Materialien und Wissen trainiert wurde und dem die Studierenden Fragen stellen können.
Das ist insgesamt meine wichtigste Aufgabe, dass wir unsere Programme konstant weiterentwickeln. Dazu kommt, dass ich auch nach außen zeige, wie gut unsere Programme sind, zum Beispiel im Rahmen von Prüfungsprozessen für neue Akkreditierungen wie die AACSB, die wir kürzlich bekommen haben. Außerdem bin ich natürlich mit eingebunden, wenn es um ganz neue Studienprogramme wie den Master in Business Analytics und Data Science geht.
Was begeistert dich so für das Unterrichten?
Alexander Himme: Das kann ich gar nicht so leicht beantworten. Eigentlich war es von Anfang an so – in der Schule habe ich Nachhilfe gegeben, an der Uni war ich in vielen Fächern Tutor, als wissenschaftlicher Mitarbeiter habe ich viel unterrichtet. Das hat jedes Mal einfach Spaß gemacht. Was mich begeistert, ist diesen Aha-Effekt bei den Studierenden zu sehen. Sie zu begleiten, ihnen zu helfen und dann zu sehen, wie sie das Gelernte erfolgreich anwenden. Das motiviert mich.
Ich versuche dabei, wirklich jeden Studierenden immer in seiner aktuellen Lernsituation abzuholen. Was beschäftigt sie oder ihn gerade? Wo hat es noch nicht „Klick“ gemacht, wie kann ich es noch einmal anders erklären, einen neuen Weg finden? Dazu bin ich immer bereit. Das macht in meinen Augen eine gute Lehrerin beziehungsweise einen guten Lehrer aus, dass man sich in die Position des Studierenden hineinversetzt.
Du wurdest bereits vier Mal von Studierenden zum ‚Best Teacher‘ der KLU gewählt. Hast du jemals überlegt, dich ganz aufs Unterrichten zu konzentrieren und Lehrer zu werden?
Alexander Himme: Ich glaube, wir haben darum so eine unheimlich gute Lehre, weil unsere Professor*innen sich immer auch mit Forschung auseinandersetzen und die aktuellen Themen aus ihrer Forschung in die Lehre einbringen. Würde ich nur noch unterrichten, würde ich diesen Bezug verlieren. Ich selbst bin auch besonders gut, wenn ich über meine eigenen Forschungsprojekte in der Lehre sprechen kann. Also nein, die Forschung wegzulassen, wäre keine Option für mich.
Was unterscheidet für dich die Lehre an der KLU von anderen Hochschulen?
Alexander Himme: Erstens, ihre absolute Aktualität. Wir haben hier kein Wissen aus Lehrbüchern, sondern wirklich sehr gute Forscherinnen und Forscher, die am Puls der Zeit sind und dieses Wissen in den Unterricht einbringen. Das ist ein ganz wichtiger Unterschied zu anderen Hochschulen. Zweitens, die Interaktion – in Gruppenarbeiten, Fallstudien, Diskussionen, Rollenspiele, Breakouts, und das alles in kleinen Klassen. Und drittens, wir haben wirklich jeden einzelnen Studierenden im Blick und nehmen sie oder ihn individuell wahr. Das ist gewissermaßen unsere DNS an der KLU. Und zuletzt haben wir einfach sehr gute Netzwerke, die wir für die Lehre nutzen. Da ist dann immer mal jemand zu Gast, der eine neue Perspektive reinbringt oder es gibt spannende Projekte mit Unternehmen.
Vielen Dank für das Gespräch!
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