Abenteuersemester in Mexiko – neue Perspektiven, Unternehmertum und vielfältige Erfahrungen

KLU-Studentin Amelie Bolle berichtet über die Höhepunkte ihres Austauschsemesters am Tecnológico de Monterrey in Mexiko. Während ihres Aufenthalts wurde die Universität schnell zu ihrer zweiten Heimat. Sie gewann wertvolle akademische Einblicke, erlebte eine andere Campuskultur und knüpfte Freundschaften und Erinnerungen, die ihr weit über ihre Zeit im Ausland hinaus anhalten werden. Ihre Geschichte ist nur ein weiteres Beispiel für die internationalen Erfahrungen, die Hunderte von Studierenden jedes Jahr an den über 60 Auslandsstandorten der KLU machen.

A young woman stands in front of the iconic mountain peak and stone terraces of Machu Picchu in Peru. She wears a black long-sleeve Under Armour top and sunglasses perched on her head, smiling slightly.

Warum hast du dich für Mexiko entschieden?

Ich wollte, dass mein Auslandssemester mehr als nur ein Tapetenwechsel wird, ich suchte nach einer völlig anderen Erfahrung als der, die ich von zu Hause in Deutschland kenne. Mexiko schien mir die perfekte Wahl zu sein: eine lebendige Kultur, eine Sprache, die ich schon immer lernen wollte, und die Möglichkeit, an einer der besten Universitäten Lateinamerikas zu studieren. Ich war neugierig darauf, den Alltag an einem Ort zu erleben, der sich so sehr von Europa unterscheidet, und das hat mich auf die bestmögliche Weise aus meiner Komfortzone herausgeholt.

Wie hat dir die Partneruniversität gefallen? Was ist das Highlight des Studienprogramms dort?

Ich habe die offene und dynamische Atmosphäre an der TEC sehr genossen. Der Unterricht war noch stärker auf Zusammenarbeit, Gruppenarbeit und reale Projekte ausgerichtet als an der KLU. Typische Vorlesungen, in denen ein Professor 90 oder 180 Minuten lang nur redet, waren eher selten, da fast jeder Unterricht interaktiv gestaltet war, mit vielen Diskussionen, Teamarbeit und aktiver Beteiligung. Besonders gut hat mir die Arbeit in vielfältigen Teams mit internationalen und lokalen Studierenden gefallen. Das hat meinen Horizont erweitert und mich dazu herausgefordert, Probleme auf neue Weise anzugehen.

Ein weiteres großes Highlight war die Vielfalt der Kurse. Aufgrund der Größe der TEC kann sie ein viel breiteres Spektrum an Kursen anbieten, als ich es von der KLU gewohnt bin. Das gab mir die Möglichkeit, völlig neue Themen zu entdecken, die mich wirklich interessierten. Ich belegte einen Kurs über Unternehmertum und Innovation, der sehr praxisorientiert und inspirierend war, sowie einen weiteren Kurs über interkulturelle Führung, der mir half, verschiedene Arbeitsstile und kulturelle Ansätze besser zu verstehen – etwas, das ich auf jeden Fall in meine zukünftige Karriere mitnehmen werde. Auch der Campus selbst war herausragend. Mit rund 8.000 Studenten fühlte er sich eher wie eine kleine Stadt an, mit vielen Außenbereichen, Cafés und einem riesigen Sportzentrum, das alles von einem Fitnessstudio über einen Swimmingpool bis hin zu Gruppenkursen bot. Es war ein großartiger Ort, um sowohl zu studieren als auch seine Freizeit zu verbringen.

Wie würdest du deine Erfahrungen mit Mexiko als Land insgesamt beschreiben? Was hat dich am meisten beeindruckt und wie hat dir der Austausch geholfen, die lokale Kultur besser kennenzulernen?

Meine Zeit in Mexiko war ehrlich gesagt eine unglaubliche Erfahrung. Es ist ein so vielfältiges Land, nicht nur in Bezug auf die Landschaften, sondern auch in Bezug auf Kultur, Traditionen und Menschen. Von tropischen Stränden und Kolonialstädten bis hin zu pulsierenden Städten und Bergen gibt es so viel zu sehen und zu entdecken. Dank der flexiblen Studienstruktur am TEC hatte ich die Möglichkeit, während des Semesters viel zu reisen. Ich habe einige der schönsten Strände besucht, die ich je gesehen habe, Städte wie Oaxaca und Tulum erkundet und Zeit in Mexiko-Stadt verbracht – der siebtgrößten Stadt der Welt, die faszinierend war. Ich nutzte auch die Gelegenheit, für 10 Tage nach Peru zu reisen, was die Erfahrung noch besonderer machte und meinen Horizont noch weiter erweiterte.

Was mir besonders auffiel, war, wie unglaublich offen und gastfreundlich die Menschen waren. Ob im Alltag oder auf Reisen, wir fühlten uns immer sicher und wurden freundlich behandelt. Selbst wenn es Sprachbarrieren gab, versuchten die Menschen aufrichtig, zu kommunizieren und zu helfen – diese Herzlichkeit ist mir wirklich in Erinnerung geblieben. Ein weiteres Highlight war die internationale Studentengemeinschaft am TEC. Es gab etwa 150 Austauschstudenten aus aller Welt, jeder mit seiner eigenen Geschichte und seinem eigenen Hintergrund. Das machte jeden Tag interessant, und ich schloss Freundschaften, von denen ich weiß, dass sie über das Semester hinaus Bestand haben werden. Und natürlich das Essen! Die mexikanische Küche gehört zweifellos zu den besten, die ich je probiert habe. Mit Freunden Tacos essen zu gehen, wurde zu einem dieser kleinen Rituale, die ich jetzt, wo ich wieder in Deutschland bin, wirklich vermisse.

Wie hat diese Erfahrung Ihrer Meinung nach zu Ihrer persönlichen oder beruflichen Entwicklung beigetragen?

Das Leben und Studieren in Mexiko hat mir zu einer Entwicklung verholfen, die ich nicht erwartet hatte. Die Bewältigung einer völlig neuen Umgebung, von der Sprache bis zum Lebensstil, hat mich gelehrt, ruhig und lösungsorientiert zu bleiben, auch wenn die Dinge nicht wie geplant verliefen. Das hat meine Unabhängigkeit und Belastbarkeit wirklich gestärkt. Beruflich hat es mir ein tieferes kulturelles Bewusstsein und eine flexiblere Denkweise vermittelt, beides unglaublich wertvoll, wenn man in einem internationalen oder sich schnell verändernden Umfeld arbeitet. Ich bin auch selbstbewusster in ungewohnten Situationen geworden und habe gelernt, wie man über Sprach- und Kulturbarrieren hinweg mit Menschen in Kontakt tritt, was ich als echte Stärke für die Zukunft betrachte.

Was würdest du anderen Studierenden sagen, um ihnen dieses Reiseziel zu empfehlen, wenn du es empfehlen würdest?

Ich würde Mexiko zu 100 % empfehlen! Es ist ein Land voller Kontraste, Farben und Herzlichkeit, und meine Zeit dort hat mir Erinnerungen beschert, die ich für immer in mir tragen werde. Ich hatte die Möglichkeit, so viele unglaubliche Orte zu erkunden, tolle Menschen kennenzulernen und mich sowohl persönlich als auch akademisch weiterzuentwickeln. Natürlich gab es auch Momente, die mich herausgefordert haben, aber genau das hat diese Erfahrung so wertvoll gemacht. Ich habe viel über mich selbst gelernt, neue Perspektiven gewonnen und bin mit einer offeneren und unabhängigeren Denkweise zurückgekommen. Wenn ich noch einmal die Wahl hätte, würde ich mich jedes Mal ohne zu zögern für Mexiko entscheiden.

 

Weiter Info:

Amelie Bolle, BSc in Business Administration (Digital Management and Innovation), Class of 2026.

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