Top KLU Lehrende: Auszeichnungen für Professor Dr. Hanno Friedrich und Dr. Nils Roemer
Die Graduierungsfeier bietet jedes Jahr nicht nur Gelegenheit, die Leistungen der Studierenden zu ehren, sondern auch besonderes Engagement in der Lehre zu würdigen. In diesem Jahr erhielt Prof. Hanno Friedrich, Associate Professor für Freight Transportation, den Best Teacher Award der Fakultätsmitglieder. Dr. Nils Roemer, Mitgründer eines Softwareunternehmens für die Digitalisierung und Automatisierung von Lieferketten, wurde als bester externer Lehrbeauftragter ausgezeichnet. Im Interview erklären die Preisträger, was gute Lehre für sie ausmacht.

Was bedeutet Ihnen die Auszeichnung?
Friedrich: Sehr viel. Ich investiere viel Energie darin, meine Lehre relevant und verständlich zu gestalten. Die Auszeichnung zeigt mir, dass die Studierenden und die KLU dieses Engagement wertschätzen.
Roemer: Von den Studierenden ausgezeichnet zu werden, ist für mich das größte Lob überhaupt. Dr. Tobias Vlček und ich wollten einen Kurs entwickeln, den wir selbst gerne besucht hätten. Er zeigt, wie sich Algorithmen auf alltägliche Entscheidungen anwenden lassen – von der Parkplatzsuche bis hin zu Selbstmanagement und Führung.
Was macht gute Lehre aus?
Friedrich: Für mich geht es darum, die eigene Begeisterung für ein Thema zu vermitteln und zugleich zu zeigen, warum die Inhalte relevant sind. Gerade in anwendungsorientierten Kursen ist der Bezug zur Praxis entscheidend – etwa durch Unternehmensbesuche bei HelloFresh, Amazon und HHLA oder den Austausch mit Praktikerinnen und Praktikern von McKinsey, Nanno Janssen, K&N und Airbus. Hamburg bietet dafür mit seiner starken Logistikbranche ideale Voraussetzungen.
Roemer: Gute Lehre motiviert Studierende dazu, eigene Lösungen zu entwickeln und Zusammenhänge selbst zu erkennen. Deshalb haben wir Programmieraufgaben konsequent mit Alltagssituationen verknüpft. So werden auch abstrakte Inhalte greifbar.
Wie gelingt der Transfer über den Campus hinaus?
Friedrich: Indem die Studierenden erleben, wo und wie sie das Gelernte anwenden können. Dazu gehören praxisnahe Aufgaben wie beispielsweise die TCO Kalkulation für elektrische Lastwagen, Veranstaltungen wie die LogisticsTech Talks und die Möglichkeit, sich an Forschungsprojekten wie KRITIS-ENV oder FORTE zu beteiligen.
Roemer: Wir starten mit Herausforderungen, die die Studierenden aus ihrem Alltag kennen, etwa der Frage, wie sich Studium, Arbeit und Privatleben organisieren lassen.
Außerdem lernen sie zunächst selbst zu programmieren, bevor wir zeigen, wie KI dabei unterstützen kann. Wer den Code versteht, kann auch KI-generierte Ergebnisse besser bewerten, korrigieren und gezielt steuern.
Mehr Informationen:
Copyright Fotos: KLU/Christin Schwarzer







