Von Daten zu Wirkung: Willkommen Prof. Dr. Austin Saragih
Wie können Daten und Analysen dazu beitragen, Lieferketten resilienter, nachhaltiger und verantwortungsvoller zu gestalten? Diese Frage steht im Mittelpunkt der Forschung von Prof. Dr. Austin Saragih. Nach Abschluss seiner Promotion am MIT verbindet der neue Assistant Professor of Business Analytics and Operations Management an der KLU mathematische Präzision mit der Leidenschaft, Lösungen für reale Herausforderungen zu entwickeln.

Wir haben mit ihm über seinen Forschungsansatz, seine Lehrphilosophie und seine Erfahrungen gesprochen, die ihn auf seinem Weg geprägt haben.
Sie haben vor Kurzem am MIT promoviert. Warum ist die KLU für Sie der richtige Ort für das nächste Kapitel Ihrer akademischen Laufbahn?
Die KLU passt perfekt zu mir, weil ich mit einem klaren Operations-Mindset an Fragestellungen herangehe. Meine Erfahrungen an einem Logistikzentrum des MIT passen sehr gut zur Ausrichtung der KLU. Und die Menschen hier sind unglaublich herzlich und großartig in der Zusammenarbeit.
Welche Probleme möchten Sie mit Ihrer Forschung lösen?
Am meisten begeistern mich „ROAD“-Probleme: Responsible Operations, Analytics, and Design. ‚Responsible‘ bedeutet für mich, Lösungen auf verantwortungsvolle Weise zu entwickeln: Sie sollten einfach, optimal und in der Praxis verankert sein. Gleichzeitig geht es darum, sie in Bereichen einzusetzen, in denen verantwortungsvolles Handeln besonders wichtig ist, etwa bei Nachhaltigkeit und Resilienz. Ich möchte ein umsichtiger und reflektierter Wissenschaftler sein, der mit seiner Forschung und seinem Wissen aktiv dazu beiträgt, diese Bereiche voranzubringen.
Welcher Grundsatz leitet Sie in Ihrer Lehre?
Ich unterrichte sehr gerne und orientiere mich am ‚Backward Design‘-Ansatz, der von McTighe und Wiggins bekannt gemacht wurde: Im ersten Schritt werden die Lernziele definiert, dann wird festgelegt, woran sich der Lernerfolg erkennen lässt, und schließlich werden darauf aufbauend die Lehr- und Lernaktivitäten geplant. Dieser Ansatz hat mir sehr dabei geholfen, meine Lehre zu gestalten.
Welche Erfahrungen haben Sie über Ihre akademischen Leistungen hinaus geprägt?
Grundsätzlich versuche ich, die authentischste, glücklichste und freundlichste Version meiner selbst zu sein. Als Einwanderer, Angehöriger einer Minderheit und Person of Color habe ich auch mit Widerständen und Herausforderungen umgehen müssen. Ich versuche, aus diesen Erfahrungen zu lernen und dieses Wissen zu nutzen, um andere zu unterstützen und zu stärken.
Ich habe gelernt, dass es im Leben Menschen gibt, die freundlich sind und einen unterstützen, und andere, die es nicht tun. Das habe ich akzeptiert. Ich versuche, loszulassen und zu verzeihen, zugleich aber auch die Menschen wertzuschätzen, die für mich da sind. Und ich versuche, anderen mit derselben Freundlichkeit und Unterstützung zu begegnen.







